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Pflegende Angehörige

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Zuwendungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger

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Viele Menschen pflegen zu Hause eine Verwandte oder einen Verwandten. Wenn diese Menschen auf Urlaub fahren wollen oder krank sind, brauchen sie eine Pflegerin oder eine Pfleger, der sie zu Hause vertritt.
Diese Pflegerin oder dieser Pfleger kostet Geld. Wenn die Verwandte oder der Verwandte eine Pflegestufe von 3 bis 7 hat und schon länger als ein Jahr gepflegt werden muss, kann man für so einen Fall Geld vom Bundessozialamt bekommen.

Wenn eine Person eine Angehörige oder einen Angehörigen mit einer Gedächtnisstörung hat, der die Pflegestufe 1 oder eine höhere Pflegestufe hat, kann diese Person eine Unterstützung bekommen. Auch für minderjährige Angehörige, die Pflegestufe 1 oder eine höhere Pflegestufe haben, kann man eine Unterstützung bekommen.

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Höhe der finanziellen Unterstützung

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Wie viel Geld man bekommt, hängt davon ab, welche Pflegestufe die Person hat, die man pflegen muss:

  • Pflegstufe 1-3: 1.200,- Euro
  • Pflegestufe 4: 1.400,- Euro
  • Pflegestufe 5: 1.600,- Euro
  • Pflegestufe 6: 2.000,- Euro
  • Pflegestufe 7: 2.200,- Euro

Diese Summen kann man höchstens bekommen.

Man muss die Pflegerin oder den Pfleger mindestens eine Woche lang brauchen, damit man Geld bekommt. Wenn der Verwandte oder die Verwandte eine Gedächtnisstörung hat oder minderjährig ist, muss man die Pflegerin oder den Pfleger nur 4 Tage brauchen. Dann kann man schon Geld bekommen. Man muss nachweisen können, dass die Pflegerin oder der Pfleger Geld bekommen hat. Das kann man zum Beispiel mit einer Rechnung beweisen.

Auf die Gewährung von Zuwendungen besteht kein Rechtsanspruch. Das heißt, man hat kein Recht auf das Geld, aber man kann darum ansuchen.

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Feststellung durch Fachpersonal

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Wenn man diese Unterstützung bekommen will, muss man eine Bestätigung haben, dass die Person, die man pflegt, eine demenzielle Erkrankung hat. Das heißt, dass die Person eine Gedächtnisstörung hat. Das dürfen nur Fachleute feststellen. Die Fachleute müssen bestätigen, dass die erkrankte Person eine Behandlung bekommt. Diese Bestätigung heißt auch Befundbericht. Den Befundbericht dürfen nur bestimmte Fachleute ausstellen:

  • eine neurologische oder psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses. Das ist eine Abteilung im Krankenhaus, die sich mit Nervenkrankheiten oder Krankheiten des Gehirns oder der Gefühle beschäftigt.
  • eine gerontopsychiatrische Tagesklinik oder eine gerontopsychiatrische Ambulanz. Das sind Krankenhäuser, die ältere Menschen behandeln, die eine Krankheit des Gehirns haben.
  • eine Fachärztin oder ein Facharzt für Psychiatrie oder Neurologie. Diese Ärzte beschäftigen sich mit Nervenkrankheiten oder Krankheiten des Gehirns oder der Gefühle.
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Einkommensgrenzen

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Ob man diese Zuwendung bekommt, hängt auch davon ab,wie viel man verdient:

  • Wenn die Person, die man pflegen muss Pflegestufe 1 bis Pflegestufe 5 hat, darf man nicht mehr als 2.000,- Euro netto im Monat verdienen, damit man die Zuwendung bekommt.
  • Wenn die Person, die man pflegen muss Pflegestufe 6 oder Pflegestufe 7 hat, darf man nicht mehr als 2.500,- Euro netto im Monat verdienen, damit man die Zuwendung bekommt.

Wenn man einen Angehörigen hat, der unterhaltsberechtigt ist, erhöht sich das, was man verdienen darf um 400,- Euro. Unterhaltsberechtigt ist zum Beispiel ein Kind.

Wenn man einen Angehörigen mit Behinderung hat, der unterhaltsberechtigt ist, erhöht sich das, was man verdienen darf um 600,- Euro.
Diese Sachen zählen zum Einkommen nicht dazu:

  • Familienbeihilfe
  • Studienbeihilfe
  • Sonderzahlungen oder Leistungen nach den Sozialhilfegesetzen der Länder
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Weiterführende Links

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