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Steuerliche Absetzmöglichkeiten

Sprungmarke: Absatz 1 Sprungmarke: Absatz 1

Wenn man wegen einer Behinderung höhere Kosten hat, und der Behinderungsgrad mindestens 25 Prozent oder höher ist, kann man das beim Finanzamt melden.
Dann zahlt man weniger Steuern.

Diese höheren Kosten heißen außergewöhnliche Belastungen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man das machen kann: 

  • Entweder hat man einen bestimmten Freibetrag.
    Das ist eine bestimmte Summe Geld,
    um die man weniger Steuern zahlen muss.
  • Oder man bringt einen Nachweis, wie viel Geld man wegen der Behinderung ausgegeben hat.
Diese Möglichkeiten und Vergünstigungen gibt es:
  • Jährliche Pauschalbeträge
  • Freibeträge für Krankendiätverpflegung
  • Freibetrag wegen Behinderung eines Kindes
  • Nicht regelmäßig anfallende Aufwendungen
  • Großes Pendlerpauschale
  • Steuerbefreiung bei dauernder starker Gehbehinderung
  • Versicherungssteuer-Befreiung

Was das genau heißt, steht bei den folgenden Überschriften:

Sprungmarke: Absatz 21 Sprungmarke: Absatz 21

Sprungmarke: Absatz 2 Sprungmarke: Absatz 2

Jährliche Pauschalbeträge

Sprungmarke: Absatz 3 Sprungmarke: Absatz 3

Ein Pauschalbetrag ist ein bestimmter Geldbetrag, den man bekommt, wenn eine Behinderung hat. Wie viel Geld man bekommt, hängt vom Behinderungsgrad ab.

 

  • Behinderungsgrad von 25 % bis 34 %:
    75,- Euro
  • Behinderungsgrad von 35 % bis 44 %:
    99,- Euro
  • Behinderungsgrad von 45 % bis 54 %:
    243,- Euro
  • Behinderungsgrad von 55 % bis 64 %:
    294,- Euro
  • Behinderungsgrad von 65 % bis 74 %:
    363,- Euro
  • Behinderungsgrad von 75 % bis 84 %:
    435,- Euro
  • Behinderungsgrad von 85 % bis 94 %:
    507,- Euro
  • Behinderungsgrad von 95 % bis 100 %:
    726,- Euro

Sprungmarke: Absatz 4 Sprungmarke: Absatz 4

Wenn man Geld bekommt, weil man Pflege braucht, zum Beispiel Pflegegeld, bekommt man so einen Pauschalbetrag nicht.

Nur wenn man mehr Geld braucht, als man für die Pflege bekommt, kann man das als außergewöhnliche Belastung beim Finanzamt melden.

Sprungmarke: Absatz 22 Sprungmarke: Absatz 22

Sprungmarke: Absatz 23 Sprungmarke: Absatz 23

Sprungmarke: Absatz 5 Sprungmarke: Absatz 5

Freibeträge für Krankendiätverpflegung:

Sprungmarke: Absatz 6 Sprungmarke: Absatz 6

Wenn eine Person eine Krankheit hat, wegen der sie eine Krankendiät braucht, kann man einen bestimmten Freibetrag bekommen.

Diesen Freibetrag bekommt man auch wenn man wegen einer körperlichen Behinderung schon etwas bekommt.

Das ist so eingeteilt:

  • Aids, Diabetes (Zuckerkrankheit),Tbc (Tuberkulose), Zöliakie:
    70,- Euro monatlich
  • Gallen-, Leber-, Nierenleiden:
    51,- Euro monatlich
  • Magenkrankheit oder andere innere Krankheiten:
    42,- Euro monatlich

Sprungmarke: Absatz 7 Sprungmarke: Absatz 7

Freibetrag wegen Behinderung eines Kindes

Sprungmarke: Absatz 8 Sprungmarke: Absatz 8

Wenn eine Person mehr Geld braucht, weil ihr Kind eine Behinderung hat, hat sie eine außergewöhnliche Belastung.
Deswegen kann diese Person einen Freibetrag bekommen.

Wie viel das ist, hängt vom Behinderungsgrad des Kindes ab.

  • Grad der Behinderung von 25 % bis 34 %:
    75,- Euro
  • Grad der Behinderung von 35 % bis 44 %:
    99,- Euro
  • Grad der Behinderung von 45 % bis 49 %:
    243,- Euro

Wenn das Kind einen Behinderungsgrad von 50 Prozent oder mehr hat, bekommt man einen Freibetrag von 262,- Euro.
Wenn man schon Pflegegeld bekommt, bekommt man weniger.

Sprungmarke: Absatz 9 Sprungmarke: Absatz 9

Nicht regelmäßig anfallende Aufwendungen, Schulgelder und Internatskosten

Sprungmarke: Absatz 10 Sprungmarke: Absatz 10

  • Wenn man Geld braucht, weil man ein Hilfsmittel kaufen muss
  • Wenn man Geld braucht, weil man eine Heilbehandlung bezahlen muss
  • Wenn man Geld braucht, weil man eine Sonder- oder Pflegeschule bezahlen muss oder
  • Wenn man Geld braucht, weil man in einer Behindertenwerkstätte etwas bezahlen muss

kann man das beim Finanzamt melden.
Dafür muss man Rechnungen oder Belege haben, damit man nachweisen kann,
wie viel Geld man ausgegeben hat.

Sprungmarke: Absatz 11 Sprungmarke: Absatz 11

Schulgelder und Internatskosten

Wenn man die ganze Zeit in einem Internat wohnt, verringert sich der Pauschalbetrag von 262,- Euro um 8,73 Euro pro Tag. Dazu muss man beim Finanzamt einen Antrag stellen.
Man muss dazu keine Rechnungen oder Belege haben.

Sprungmarke: Absatz 12 Sprungmarke: Absatz 12

Große Pendlerpauschale

Sprungmarke: Absatz 13 Sprungmarke: Absatz 13

Die Pendlerpauschale ist ein Geldbetrag, die man bekommt, wenn man regelmäßig
eine bestimmte Strecke zur Arbeit und wieder zurück fahren muss.

Man kann beim Arbeitgeber oder beim Finanzamt die große Pendlerpauschale beantragen.
Das kann man machen,
wenn man einen Behindertenausweis hat, in dem eingetragen ist, dass man nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in die Arbeit fahren kann.
Öffentliche Verkehrsmittel sind Bus, Straßenbahn Zug.

Wie viel man bekommt, hängt davon ab, wie weit man bis zum Arbeitsplatz fahren muss:

  • ab 2 km jährlich:
    372,- Euro
  • ab 20 km jährlich:
    1.476,- Euro
  • ab 40 km jährlich:
    2.568,- Euro
  • ab 60 km jährlich:
    3.672,- Euro

Wenn man die große Pendlerpauschale bekommen möchte, kann man das beim Finanzamt machen.
Dann macht man das mit der Steuererklärung. Oder man macht es bei seinem Arbeitgeber. Dann braucht man das Antragsformular L34. Das füllt man aus und gibt es seinem Arbeitgeber.

Sprungmarke: Absatz 14 Sprungmarke: Absatz 14

Freibetrag für Körperbehinderte mit eigenem KFZ

Sprungmarke: Absatz 15 Sprungmarke: Absatz 15

Man kann einen bestimmten Betrag für die Kosten für das eigene Auto bekommen.

Diesen Betrag kann man bekommen, wenn man einen Behindertenpass hat, in dem der Zusatzeintrag steht, dass man nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann.
Öffentliche Verkehrsmittel sind Bus, Straßenbahn oder Zug.
Wenn man den Zusatzeintrag hat kann man 153,- Euro im Monat bekommen.

Wenn man kein Auto hat, kann man 153,- Euro im Monat für Taxifahrten bekommen.
Dafür muss man die Taxirechnungen vorlegen.

Sprungmarke: Absatz 16 Sprungmarke: Absatz 16

Versicherungssteuer-Befreiung:

Sprungmarke: Absatz 17 Sprungmarke: Absatz 17

Man kann auch beantragen, dass man von der Versicherungssteuer für ein Kraftfahrzeug befreit wird.

Das ist möglich, wenn man einen Behindertenpass hat, in dem der Zusatzeintrag steht, dass man nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, fahren kann.
Öffentliche Verkehrsmittel sind Bus, Straßenbahn oder Zug.

Das Fahrzeug muss auf die Person angemeldet sein, die den Behindertenpass hat.

Diesen Antrag muss man auch an das Finanzamt weiterleiten.