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Arbeit und Ausbildung

Arbeitsplatzbezogene Förderungen sollen den Eintritt ins Erwerbsleben erleichtern und bestehende Arbeitsplätze erhalten und sichern.

Technische Arbeitshilfen

Zur Beschaffung und Instandsetzung von unmittelbar mit der Berufsausübung zusammenhängenden, die Behinderung ausgleichenden technischen Arbeitshilfen sowie zur Ausbildung im Gebrauch dieser Arbeitshilfen können die Kosten bis zur vollen Höhe übernommen werden.

Es handelt sich um eine arbeitsplatzbezogene Förderung. Die Förderung kann sowohl durch den/die Dienstgeber/in als auch durch den/die Dienstnehmer/in beantragt werden. Zur elektronischen Erfassung des Förderansuchens ist der/die Dienstgeber/in als führender Kontakt vorgesehen.

Deshalb sind bei Antragstellung (auch bei Antragstellung durch den/die Dienstnehmer/in) im Abschnitt Dienstgeber/in bestimmte Mindestdaten anzugeben (Firmenbezeichnung, Firmenanschrift, Firmenbuchnummer bzw. Vereinsregisternummer, UID, KUR, E-Mail-Adresse sowie die Bankverbindung).

Antrag

Adaptierung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

Dienstgeber und Dienstgeberinnen können Zuschüsse oder Sachleistungen zur Schaffung neuer geeigneter Arbeits- oder Ausbildungsplätze gewährt werden, wenn Menschen mit Behinderung eingestellt oder zur Absolvierung einer Berufsausbildung aufgenommen werden oder das Beschäftigungsverhältnis eines Menschen mit Behinderung ohne Verwendung auf einem geeigneten Arbeitsplatz enden würde.

Die dienstgebende Person hat sich grundsätzlich in einem angemessenen Verhältnis an den Gesamtkosten zu beteiligen. Die Höhe der Förderung richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles.

Antrag

Schulungskosten

Zur Erlangung eines Arbeitsplatzes bzw. bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder zur Sicherung eines Arbeitsplatzes können Kosten für externe Schulungen, Weiterbildungen oder Arbeitserprobungen übernommen werden, sofern sie nicht von anderen Kostenträgern (zum Beispiel vom Arbeitsmarktservice) oder vom Dienstgeber oder der Dienstgeberin finanziert werden.

Nichtbehinderungsbedingte Schulungskosten zur Sicherung eines Arbeitsplatzes können bis zu 50 % ersetzt werden.

Antrag

Ausbildungsbeihilfen

Für den behinderungsbedingten Mehraufwand bei einer Schul- oder Berufsausbildung kann eine Ausbildungsbeihilfe gewährt werden.

Voraussetzungen

  • Besuch einer Unterrichtseinrichtung nach § 3 des Studienförderungsgesetzes 1992 oder § 1b des Schülerbeihilfengesetzes 1983
  • Besuch des Vorbereitungslehrganges für die Studienberechtigungsprüfung
  • Lehrausbildung
  • Ausbildung zum Krankenpflegefachdienst, Hebammenausbildung
  • Absolvierung einer Schul- oder Berufsausbildung in einer Unterrichts- oder Ausbildungseinrichtung nach Beendigung der Pflichtschule bzw. nach Absolvierung der Schulpflicht in einer weiterführenden Schule
  • Absolvierung einer vergleichbaren Schul- oder Berufsausbildung im Ausland
  • Nachweis des behinderungsbedingten Mehraufwandes

Höhe des Zuschusses

Kosten können in Höhe der Ausgleichstaxe, bei nachweisbar höheren Kosten bis zur Höhe der dreifachen Ausgleichstaxe monatlich ersetzt werden.

Bemessen wird nach dem behinderungsbedingten Mehraufwand.

Dauer des Zuschusses

Die Dauer des Zuschusses beträgt ein Schul-, Studien- oder Lehrjahr. Eine Verlängerung auf den gesamten Ausbildungszeitraum ist möglich.

Antrag

Gebärdensprachdolmetschkosten

Für Gehörlose und hochgradig Schwerhörige können Dolmetschkosten für berufliche Angelegenheiten übernommen werden. Dolmetschkosten für Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen können dann gefördert werden, wenn sie zur Erlangung oder Sicherung eines Arbeitsplatzes erforderlich sind.

Antrag

Richtlinien

Richtlinien zur Übernahme von Dolmetschkosten finden Sie in den Richtlinien Individualförderungen zur Beruflichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung, Pkt. 9.5, S.14

 
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