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Heimopferrente

Wer kann die Rente erhalten?

Anspruch auf Heimopferrente haben Personen, die zwischen 10. Mai 1945 und 31. Dezember 1999

  • in einem Kinder- oder Jugendheim (Internat) des Bundes, eines Bundeslandes oder einer Kirche,
  • als Kind oder Jugendlicher in einer Kranken-, Psychiatrie- oder Heilanstalt oder vergleichbaren Einrichtung des Bundes, eines Bundeslandes, einer Gemeinde (eines Gemeindeverbandes) oder einer Kirche
  • oder in einer Pflegefamilie

untergebracht waren und während dieser Unterbringung Opfer eines Gewaltakts wurden.

Die Rente gebührt Männern mit 65 Jahren und Frauen mit 60 Jahren*).

Wenn bereits früher

  • eine Eigenpension oder einen Ruhegenuss oder
  • ein Rehabilitationsgeld oder
  • eine/n wegen Erwerbsunfähigkeit weitergewährte/n Waisenpension/Waisenversorgungsgenuss nach sozialrechtlichen Regelungen 

bezogen wird, dann gebührt die Rente für die Dauer der Zuerkennung dieser Leistung.

Anspruch haben auch

  • dauerhaft arbeitsunfähige Bezieher/innen von Mindestsicherung sowie
  • Personen, die seit Vollendung des 18. Lebensjahres oder seit der Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung erwerbsunfähig sind und als Angehörige/r (Kind, Enkel) in der Krankenversicherung anspruchsberechtigt sind und keine Pension beziehen.

Personen, die in keine dieser Gruppen fallen, haben vor dem 60./65. Lebensjahr keinen Anspruch.

*) Für Frauen, die ab 2. Dezember 1963 bis 1. Juni 1968 geboren sind, wird das Pensionsalter schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben.

Wie hoch ist die Rente?

Die Rente beträgt 300 € monatlich. wird jährlich angepasst (Wert 2018: EUR 306,60) und wird 12mal jährlich ausgezahlt.

Eine Ersatzleistung für einen Verdienstentgang nach dem Verbrechensopfergesetz vom Sozialministeriumservice wird auf die Rente angerechnet. Von der Rente wird kein Krankenversicherungsbeitrag abgezogen. Die Rente ist steuerfrei, unpfändbar und wird nicht auf die Ausgleichszulage oder die Mindestsicherung angerechnet.

Ab wann gibt es die Rente?

Die Rente gebührt ab dem Monatsersten nach Vorliegen aller Voraussetzungen, wenn der Antrag auf Heimopferrente danach innerhalb eines Jahres eingebracht wird. Wird die Rente erst später beantragt, gebührt sie ab dem Monatsersten nach Antragstellung.

Nähere Informationen zu einem allfälligen rückwirkenden Anspruch auf Heimopferrente ab 1. Juli 2017 entnehmen Sie bitte dem Infoblatt, das nachstehend als Download angeboten wird.

Wo stellen Sie den Antrag?

Die genauen Voraussetzungen zur Antragstellung finden Sie im Infoblatt, das nachstehend als Download angeboten wird.

Zur Antragstellung beim Sozialministeriumservice verwenden Sie bitte den ebenfalls nachstehend zum Download angebotenen Antrag und bringen ihn per Post, E-Mail Nachricht oder persönlich beim Sozialministeriumservice ein.

 

 
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