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Verbrechensopfer

Voraussetzungen

Staatsbürger und Staatsbürgerinnen der EU und des EWR sowie alle Personen mit rechtmäßigem Aufenthalt in Österreich haben Anspruch auf die Sozialentschädigung für Verbrechensopfer, wenn sie
  • eine mit mehr als 6 Monaten Freiheitsstrafe bedrohte rechtswidrige und vorsätzliche Handlung eine Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung erlitten haben oder
  • Hinterbliebene oder Träger der Bestattungskosten sind, sollte die Tat den Tod des Opfers verursacht haben.
Für Opfer von Menschenhandel gibt es Ausnahmebestimmungen.

Leistungen für Opfer

  • Ersatz des Verdienstentgangs
  • Einkommensabhängige Zusatzleistung
  • Heilfürsorge, zum Beispiel Kosten einer Psychotherapie
  • Krisenintervention
  • Orthopädische Versorgung
  • Ersatz von beschädigten Hilfsmitteln, zum Beispiel Brillen oder Zahnprothesen
  • Maßnahmen der beruflichen, sozialen und medizinischen Rehabilitation
  • Pflege- oder Blindenzulage
  • Pauschalentschädigung für Schmerzengeld

Leistungen für Hinterbliebene

  • Ersatz des Unterhaltsentganges
  • Einkommensabhängige Zusatzleistung
  • Heilfürsorge (zum Beispiel Kosten einer Psychotherapie), Krisenintervention und Orthopädische Versorgung
  • Bestattungskostenersatz

Wann muss der Antrag gestellt werden?

Der Antrag muss innerhalb von zwei Jahren nach der Tat eingebracht werden, damit Leistungen ab dem Tatzeitpunkt in Anspruch genommen werden können. Für Psychotherapiekosten besteht keine Antragsfrist.

Welche Ausnahmen gibt es?

Eine Leistung ist beispielsweise ausgeschlossen, wenn das Opfer oder der bzw. die Hinterbliebene an der Tat beteiligt war, den Täter provoziert hat oder es schuldhaft unterlassen hat, an der Aufklärung mitzuwirken.


Die Abgeltung für sonstige Sachschäden – etwa Kleidung oder Wertsachen – ist nicht vorgesehen. Diese Ansprüche können entweder im Strafverfahren als Privatbeteiligter bzw. Privatbeteiligte oder in einem Zivilverfahren geltend gemacht werden.

Welche Entschädigung können Verbrechensopfer bekommen?

Für Opfer, die nach dem 31. März 2013 eine schwere Körperverletzung erlitten haben, wird eine Pauschalentschädigung für Schmerzengeld in Höhe von EUR 2.000,00 bis 4.000,00 geleistet.

Bei schweren Dauerfolgen gebührt ein Betrag von EUR 8.000,00 bzw. EUR 12.000,00. Eine Kostenübernahme für Krisenintervention ist nur für Straftaten möglich, die sich ab dem 1. April 2013 ereignet haben.

Anträge und Information

 
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